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uebung_waldbrand_2018

Übung Waldbrand 2018


Dieses Jahr fand eine Waldbrandübung in der Nähe von Leiferde, nahe der Bahntrasse statt. Es gibt aufgrund des im Sommer sehr trockenen Bewuchses stets ein Problem. Öfters gibt es hier Böschungsbrände, die durch Funkenflug (z.B. aus den Bremsen des vorbeifahrenden Zuges oder der Oberleitung) entstehen.

Die große Gefahr dabei ist die Bahntrasse selbst (für die Einsatzkräfte) und natürlich auch der großflächige Waldbestand, der direkt an die Böschungen angrenzt. Hinzu kommt, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem es so gut wie keine natürlichen Gewässer zur Wasserentnahme gibt.

Ab etwa Juni-August sterben hier die Gräser ab (natürlicher Vorgang) und dann wird es richtig „brenzlig“.

Also arbeitete man dieses Jahr eine Übung aus, um den Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zu üben. Da es sich bei Waldbränden um ein sich bewegendes Feuer handelt das seine Position ständig ändert, geht man so vor, dass die anfahrenden Einsatzkräfte in sogenannte Verfügungsräume geleitet werden, wo sie sich sammeln:

Ein Verfügungsraum nahe der imaginären Feuerfront.

Nahezu jedes dieser Fahrzeuge hat rund Tausend Liter Wasser an Bord.

Bei einem Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ist es unabdingbar, dass die Zufahrtsstraßen zur Feuerfront jederzeit frei bleiben, denn die leeren Tanklöschfahrzeuge müssen zügig in das „Hinterland“ gelangen können, um neues Wasser aufzutanken. Ebenso zügig müssen die vollen Tanklöschfahrzeuge zur Front vorrücken können. Daher muss man mit den großen Fahrzeugen sehr stark in den Seitenstreifen einfahren, was ein gutes fahrerisches Können voraus setzt, um nicht in die seitlichen Gräben abzurutschen.

Parallelbetrieb mehrerer Tanklöschfahrzeuge.

An der Feuerfront (hier im Hintergrund mit Flatterband simuliert) können mehrere Tanklöschfahrzeuge gleichzeitig eingesetzt werden. Aber stets müssen die Einsatzkräfte dabei darauf achten, die Straße (hier: unbefestigter Feldweg) frei zu halten, um sich nicht gegenseitig zu blockieren.

Waldbrände sind sehr weitläufig. Man muss viele hundert Meter zurücklegen, um an das Feuer zu gelangen.

Der Melder der Einsatzleitung ist oft als „Kradmelder“ mit einem Quad oder Motorrad unterwegs, was in engem Gelände viel beweglicher ist, als ein Einsatzleitfahrzeug mit Straßenfahrwerk.

Die Verlegung eines solchen Schlauches in schwerem Gelände kostet sehr viel Kraft.

Der Einsatz von drei Schlauchbrücken macht für verschiedene Spurbreiten Sinn. Eigentlich ist es bei jedem Waldbrand an irgend einer Stelle stets nötig, mit einem oder mehreren Schläuchen den Weg zu queren.

Damit die schweren Tanklöschfahrzeuge die Schläuche nicht kaputt fahren und PKW überhaupt befähigt werden, auf einfache Weise einen solchen B-Schlauch zu überqueren, setzt die Feuerwehr diese Schlauchbrücken.

Damit die Schlauchbrücke nicht immer wieder schmaler (PKW) und breiter (LKW) eingestellt werden muss, bietet sich eine dreiteilige Schlauchbrücke an, wie auf dem Foto zu sehen ist.

An der Wasserentnahmestelle (zum Befüllen der Tanklöschfahrzeuge) geht es oft locker und gesellig zu.

Die Wasserentnahmestelle zum Befüllen der Tanklöschfahrzeuge wird oft etwas weiter weg vom Waldbrand aufgebaut, oft in der nächst gelegenen Ortschaft. Hierher kommen die leeren Tanklöschfahrzeuge, um neues Wasser aufzunehmen.

Hier ist auch ein Punkt, wo die Besatzungen eine Erfrischung bekommen können, und es wird natürlich auch viel erzählt, bis das Fahrzeug befüllt ist und die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs wieder los fahren muss. An dieser Stelle ist es auch meistens ungefährlich genug, sich als besorgter Bürger über den Waldbrand am Horizont (Qualmwolken) zu informieren.

Manchmal häufen sich die Tanklöschfahrzeuge an der Wasserentnahmestelle. Bei größeren Einsätzen kommt es regelmäßig vor, dass sich die Tanklöschfahrzeuge an der Wasserentnahmestelle häufen. Dann ist es von Vorteil einen Platz ausgesucht zu haben, auf dem solch ein großes Fahrzeug bequem einen Kreis fahren kann. In unserem Fall war es ein großer asphaltierter Parkplatz an einem Sportplatz.

Wenn (wie in dieser Impression beschrieben) eine Art „Kreisverkehr“ von und zur Einsatzstelle erst einmal gut angelaufen ist, kann man auf diese Weise viele Millionen Liter Wasser in Gegenden befördern, in denen es nicht einen Tropfen Wasser gibt.

Ja, es ist auf diese Weise („TLF-Pendelverkehr“) sogar möglich, einen richtigen Schichtbetrieb rund um die Uhr aufzubauen, in dem die Besatzungen der Tanklöschfahrzeuge jeweils nach zwei bis vier Stunden (Beispiel) an der Wasserentnahmestelle ausgetauscht werden.

Einsätze mit 48 Stunden Dauereinsatz und viel viel länger sind in Wald- Moor- und Heidegegenden keine Seltenheit.

Daher unser Appell an alle Arbeitgeber:

„Stellen Sie Ihre Mitarbeiter für Einsätze frei.“

Ihre Feuerwehr.

uebung_waldbrand_2018.txt · Zuletzt geändert: 28.03.2019 21:56 von admin

Freiwillige Feuerwehr Ettenbüttel